Musik reduziert Stress

Entspannte Musik wirkt auf die Psyche beruhigend. Die Klänge sind durchgehend langsam und haben eher wenig Rhythmus. Auf diese Weise senkt Entspannungsmusik den Herzschlag und ermöglicht das Ausspannen nach hektischer und anstrengender Tätigkeit. Wegen seiner beruhigenden Wirkung wird Meditationsmusik vor allem bei Yoga und Tai-Chi eingesetzt.

Beruhigende Musik eignet sich zur spirituellen Vertiefung, zum Meditieren, ist wirksam gegen stressbedingte Schlafstörungen und schafft eine harmonische Atmosphäre. Viele Studien zeigen zudem positive physische Effekte durch das Hören von Musik, wie z. B. eine Reduktion des Cortisol-Spiegels bei langsamer Musik in musiktherapeutischer Umgebung.

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Macht der Musik

Bereits die Griechen wussten um die positive Wirkung von Musik und setzten Sie gezielt bei den olympischen Spielen ein, um die Leistungsfähigkeit ihrer Athleten zu steigern. Heutzutage müssen die wenigsten von uns sportliche Höchstleistungen vollbringen und sind daher nicht auf kraftvolle Musik angewiesen, da der Druck meist von innen heraus auf unsere Psyche einwirkt.

 

Musik führt zu mehr Antikörpern

Eine Studie untersuchte die Auswirkung von Stress auf unser Immunsystem und fand dabei heraus, dass Musik den Anteil des Antikörpers Immunglobulin A und natürlichen Killerzellen im Körper erhöht. Während Immunglobulin A eine wichtige Rolle im Immunsystem spielt, greifen Killerzellen Bakterien an. (McGill University; März 2013)

 

Weniger Stresshormone

Bei einer Studie der Forscher Hans-Joachim Trappe und Gabriele Volt wurden 120 Studienteilnehmer untersucht, um die Wirkung von Musik auf Blutdruck, Herzrate und Cortisol-Konzentration im Blut festzustellen. Die Teilnehmer hörten für 25 Minuten Musik verschiedener Genres.

Während bei allen Genres der Cortisolspiegel sank, trat überwiegend bei klassischer Musik eine signifikante Senkung von Blutdruck und Herzschlag ein. (Ruhr-Universität Bochum, Deutsches Ärzteblatt International – DOI: 10.3238/arztebl.2016.0347; 2)

Die Wirkung von entspannender Musik auf Kinder

Musik wird schon lange im therapeutischen Bereich eingesetzt. Vor allem in den USA wird die Kraft der Klänge seit längerem in Krankenhäusern, psychotherapeutischen Einrichtungen und Sanatorien genutzt, um Heilungsprozesse zu beschleunigen.
Die Atmung wird tiefer und passt sich dem Tempo der Musik an. Dadurch wird auch der Herzschlag allmählich langsamer, Blutdruck und Körpertemperatur sinken langsam ab und der Stoffwechsel reguliert sich. Schließlich konnen sich auch die Muskeln von ihrer Anspannung befreien.
So lassen sich beispielsweise Neugeborene und kleine Kinder rasch durch ein Wiegenlied beruhigen. Angenehme und harmonische Melodien und die vertraute Stimme
der Eltern beruhigen das Kind und lassen es sanft einschlafen. Eine entspannte Musik wirkt somit ganzheitlich auf Körper, Seele und Geist.

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Studien zum psychosozialen Stress in der frühen Kindheit (vgl. Ahnert 2010, 2012) zeigen, dass bei Kindern unter drei Jahren in der außerfamiliären Gruppenbetreuung häufig erhöhte Werte des Stresshormons Cortisol festzustellen sind. In der Fachliteratur zu Musiktherapie und Pädagogik lassen sich einige Hinweise darauf finden, dass Musik das Kind bei der Regulation von Erregungszuständen und Emotionen unterstützt. Mehrere Untersuchungen (z.B. Schramm 2005; Van Goethem & Sloboda 2011) identifizierten Musik als sehr erfolgreiches Mittel zur Stimmungsregulation. Musik kann zur Entspannung und Aktivierung sowie zur Aufmerksamkeitsfokussierung beitragen, Energielevel anheben, negative Gemütsverfassungen verändern und stressreduzierend wirken (vgl. ebd.).

Auch Musik mit Wellenrauschen, Herzschlag- und Gefäßgeräuschen unterlegt und rhythmische Lieder in Kombination mit langsam schwingenden Bewegungen können beruhigend wirken.

Kinder mit ADHS

In den letzten 25 Jahren konnten immer wieder Kinder mit akuten ADS- und ADHS-Syndrom durch Hör-Wahrnehmungs-Training (HWT) vor einer medikamentösen Therapie z.B. mit Ritalin bewahrt werden. Integrative Tagesstätten und Eltern von Hörtrainingskindern berichten, dass solche Kinder im regelmäßigem Training sowohl an Konzentration, wie auch an emotionaler Stabilität gewinnen und große Schritte in ihrer persönlichen Entwicklung und schulischen Leistung zeigen.

Positive Effekte von Hintergrundgeräuschen bei ADHS

Unaufmerksame Schüler/-innen mit ADHS von externen Reizen abzuschirmen erweist sich meistens als unproduktiv. Die Erfahrungen zeigen schon lange, dass ein gewisses Mass an Hintergrundstimulation bei vielen ADHS-Betroffenen zu einer verbesserten Konzentration führt.

In der Studie: „The effect of background white noise on memory performance in inattentive school children“ vom Herbst 2010 gingen Göran B.W. Söderlund und Mitarbeiter diesem interessanten Phänomen nach. Fazit: Eltern von ADHS-Kindern sollten deren Wunsch nach Musik beim Erledigen der Hausaufgaben ernstnehmen.

ADHS-Schüler/-innen sollte im Unterricht bei Stillarbeiten probehalber erlaubt werden, per Kopfhörer Musik zu hören.

Die Wirkung von Musik auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern

Aufschlussreiche Resultate liefert eine Langzeitstudie an Berliner Grundschulen (Bastian 2001 ) zum „Einfluss von erweiterter Musikerziehung auf die allgemeine und individuelle Entwicklung von Kindern“. Verstärkte Musikerziehung hilft vor allem Schülern mit hohen Konzentrationsdefiziten, d. h. in Musikklassen gibt es weniger konzentrationsschwache Schüler.

Aktives Musizieren, aber auch der Konsum von Musik – z. B. bei den Hausaufgaben – kann kurzfristig die Leistungsbereitschaft erhöhen.

Quellen: https://adhsspektrum.wordpress.com/2012/01/02/positive-effekte-von-hintergrundgerauschen-bei-adhs/
www.audiva.de/anwender-kinder-grundlagen-fuer-eltern-ads-und-adhs.html
https://www.musikum-salzburg.at/filesCMS/Sonstige%20Downloads/Physische_und_psychische_Auswirkung_von_Musik_auf_Kindern.pdf
https://www.kita-fachtexte.de/…/KiTaFT_Mueller_MusikundRegulation_2015.pdf
https://www.musikum-salzburg.at/filesCMS/Sonstige%20Downloads/Physische_und_psychische_Auswirkung_von_Musik_auf_Kindern.pdf
https://www.bundestag.de/blob/412142/09914ea6936cf67d170265dae087cb2d/wd-9-060-07-pdf-data.pdf

Entspannungskonzerte im Arbeitsumfeld steigern die Produktivität

Der meditative Charakter unserer Konzerte entschleunigt den hektischen Alltag und beugt stressbedingten Krankheiten wie Burnout, Angststörungen, Tinnitus, Depressionen, innerer Unruhe und Konzentrationsstörungen vor oder lindert die Beschwerden. Beeindruckende Visuals, nach Wunsch bestückt mit inspirierenden Zitaten oder Anleitungen zu entspannenden Atemübungen, begleiten die sanftmütigen Klängen und lassen Ihren Geist zur Ruhe kommen.

Die Live-Musik von Slowdown ist unaufdringlich und verlangt dem Hörer keine volle Aufmerksamkeit ab. Sie eignet sich daher besonders gut für betriebliches Gesundheitsmanagement, um die Motivation, Produktivität und Mitarbeiterbindung des Kollegiums zu verbessern.

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Psychische Erkrankungen senken Produktivität

Statistiken der gesetzlichen Krankenkassen belegen den steigenden Einfluss psychischer Erkrankungen auf das Arbeitsleben. Seit Jahrzehnten ist die Zahl der Fehltage (Arbeitsunfähigkeitstage) wegen psychischer Erkrankungen deutlich gewachsen.
Psychische Erkrankungen entstehen, wenn Belastung und Stress überhandnehmen und die Kraft- und Energiereserven des Körpers schwinden. Experten sehen einen wichtigen Auslöser für psychische Erkrankungen im immer größer werdenden Stress des Arbeitsalltags. Menschen fühlen sich beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen und befinden sich in einem Zustand der dauerhaften Anspannung. Kopfschmerzen oder Verspannungen, Denkblockaden und das Gefühl nicht abschalten zu können sind die Folge.

Der Anteil an psychischen Erkrankungen wächst

Trotz rückläufiger Krankenstände in den letzten Jahren wächst der relative Anteil psychischer Erkrankungen an dem Arbeitsunfähigkeitsgeschehen. Er kletterte in den vergangenen 40 Jahren von 2 Prozent auf über 17 Prozent. In den letzten 11 Jahren sogar um mehr als 97 Prozent.
Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute dritthäufigste Diagnose bei Krankschreibung und Arbeitsunfähigkeit. (BKK Gesundheitsreport 2016, S. 59)

Insgesamt lassen sich fast die Hälfte aller Fehltage auf zwei Krankheitsarten zurück­führen:

  • An erster Stelle stehen Rückenleiden (22 Prozent)
  • Danach folgen psychische Erkran­kun­gen (17 Prozent Anteil)

Das heißt: über ein Fünftel aller Krankmeldungen lassen sich auf Depressionen, Anpassungsstörungen oder Burnout zurückführen. Die Zahl derjenigen, die ihr Leiden stillschweigend ertragen, ist sogar noch höher. Ausgelöst von Stress, Hektik und schlechtem Arbeitsklima, wirken sich Seelenleiden negativ auf unser Wohlbefinden aus. Psychische Krisen oder Störungen gehen oft einher mit langen Arbeitsunfähigkeitszeiten. Die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Krankheitsfälle ist mit 36 Tagen dreimal so hoch wie bei anderen Erkrankungen mit 12 Tagen. (BKK Gesundheitsreport 2016, S. 47)

Psychische Erkrankungen sind teuer

Im Jahr 2012 wurden 60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014, S. 31). Die Folgen für Unternehmen und Volkswirtschaft sind sehr hoch. Allein die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen betragen knapp 16 Milliarden Euro pro Jahr. (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2011)

Die deutliche Zunahme der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen spiegelt sich in den zunehmenden Produktionsausfallkosten wider: Während sie 2008 noch bei geschätzten knapp 4 Milliarden Euro lagen, sind die Produktionsausfallkosten bis 2014 auf 8,3 Milliarden Euro gestiegen.
Gleiches gilt für den Ausfall an Bruttowertschöpfung durch Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen. Hier gab es im selben Zeitraum eine Zunahme von mehr als 6 Milliarden Euro von rund 7 auf 13,1 Milliarden Euro. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2014, S. 44)

Frühverrentung

Psychische Erkrankungen sind außerdem die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühverrentungen. Zwischen 1993 und 2015 stieg der Anteil von Personen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gingen, von 15,4 auf 42,9 Prozent (Deutsche Rentenversicherung Bund: Rentenversicherung in Zeitreihen 2016, S. 111). Gegenüber dem Jahr 2000 entspricht dies einer Steigerung der Fallzahlen um über 40 Prozent.

Im Vergleich zu anderen Diagnosegruppen treten Fälle von Frühverrentung wegen „Psychischer Störungen und Verhaltensstörungen“ deutlich früher ein; das Durchschnittsalter liegt bei 48,1 Jahren. (Deutsche Rentenversicherung: Positionspapier zur Bedeutung psychischer Erkrankungen, 2014, S. 24)

Die Wirkung von entspannender Musik auf Demenz

Die Zahl der Menschen, die jedes Jahr an einer Demenz erkranken, wächst rasant. Die Musik kann ein Mittel gegen das Vergessen sein. Wer regelmäßig Musik hört, verändert die Gehirnstruktur und wirkt sich unterstützend auf die Behandlung aus. Musik kann zudem dabei helfen, typische Symptome der Erkrankung wie Unruhe zu lindern. Mit der Musik kann Entspannung und Beruhigung erzielt werden. Durch Stress- und Angstabbau kann sich auch die Kommunikationsfähigkeit verbessern. Die verschiedenen Vorteile der Musik machen sich viele Musiktherapeuten seit langem erfolgreich zunutze. Die Musik als Therapie befindet sich bei der Demenz in rasanter Entwicklung. Sie ist ein wichtiges Hilfsmittel. Nicht nur die Möglichkeiten hinsichtlich der Kommunikation, sondern auch die wohltuende Wirkung der Musik auf den betroffenen Menschen ist seit langem bekannt.

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Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten

Musik ist nicht nur ein Balsam für die Seele, es kann möglicherweise auch die kognitiven Fähigkeiten von Demenzpatienten verbessern, zeigt eine klinische Studie.

Gegenstand der Studie waren 89 Patienten mit milder bis mittelschwerer Demenz.

Vor und nach dem Musikkurs führten die Forscher ausführliche neuropsychia­trische Tests durch.

Ergebnis: In beiden Gruppen verbesserte sich der Gemütszustand der Patienten,Ähnlich waren die Auswir­kungen auf die Lebensqualität. Bei den jüngeren Patienten half die aktive Musik auch, die Orientierungsfähigkeit  und die Verstandesfunktion zu erhalten.

Das Hören, aber mehr noch das aktive Praktizieren von Musik aktiviert im Gehirn ein breites Netzwerk von Regionen. Musik sei bei gesunden Menschen in der Lage, verschiedene kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis zu verbessern, und sie habe nachweislich eine günstige Wirkung auf das Gemüt.

 

Wie wirkt sich Musik auf Menschen mit Alzheimer aus?

Forscher fanden jetzt heraus, dass Musik zu einer Aktivierung von Regionen des Gehirns führt, welche noch nicht von der Erkrankung betroffen sind. Die Wissenschaftler der University of Utah Health stellten bei ihrer aktuellen Untersuchung fest, dass Musik sich positiv auf Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung auswirken kann. Durch die Musik werden noch gesunde Regionen des Gehirns verstärkt aktiviert. Menschen mit Demenz sehen sich mit einer ihnen fremden Welt konfrontiert, die Desorientierung und Angst verursacht, erklärt Studienautor Professor Jeff Anderson von der University of Utah Health in einer Pressemitteilung. Die Wissenschaftler vermuten, dass Musik das sogenannte Salienz-Netzwerk beeinflussen kann, welches trotz der Erkrankung immer noch relativ gut funktioniert.

 

Musiktherapie macht Patienten mit Demenz agiler

Durch Musiktherapie werden bei dementen Menschen etwa Agitationen gemindert und die Interaktionsfähigkeit wird gebessert. Ein solcher Einfluß spricht zum Beispiel aus den Erfahrungen der Musiktherapeutin Ulrike Linden aus Herdecke. In ihren Gruppensitzungen bewältigen desorientierte Altenheimbewohner zur Klavierbegleitung kurze Einsätze mit einfachen Instrumenten wie dem Klangstab. Für ein gutes Ergebnis müssen sie diese in die gesamte, gemeinsame Aktion einpassen. Tatsächlich werden die Patienten dabei „agiler, erscheinen orientierter, und es entsteht ein Miteinander“, berichtete Linden bei der von Merz Pharma unterstützten Veranstaltung.

 

Quellen:

https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/337003/musiktherapie-macht-patienten-demenz-agiler.html

https://aurea-pflegevermittlung.de/musik-hilft-bei-der-pflege-von-demenz-patienten/

https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/studie-hilft-musik-menschen-mit-alzheimer-20180430408521

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65141/Studie-Singen-und-Musikhoeren-hilft-Demenz-Patienten

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